Tag der offenen Tür

Das Hybrid House Hamburg öffnet seine Pforten

Mehr als 3.000 Besucher nutzten am 9. Oktober 2011 die Gelegenheit, die neuen Ausstellungsräume der igs Hamburg im Hybrid House zu besuchen. Das zukunftsweisende Gebäude ist das erste fertiggestellte Bauprojekt im Rahmen der Bauausstellung in der Bauausstellung der IBA Hamburg in der Neuen Mitte Wilhelmsburg. Heiner Baumgarten, Geschäftsführer der igs Hamburg, nahm sich die Zeit, die Funktionsweisen des Hybrid Houses zu erläutern:

Hybrid House Hamburg

Wilhelmsburgs neue Mitte zeigt Gesicht

Hamburg, 07. September 2011. Der Countdown läuft: Das Hybrid House Hamburg – erstes Gebäude der internationalen gartenschau (igs 2013) und der Internationalen Bauausstellung (IBA Hamburg) – wird in wenigen Tagen fertiggestellt. Umweltfreundlich, flexibel nutzbar und in klarer Architektur setzt es Standards für die weitere Gestaltung von Wilhelmsburgs neuer Mitte. Seinen ersten großen Auftritt feiert das Hybrid House im Rahmen der Ausstellungseröffnung von igs und IBA Anfang Oktober.


Das Hybrid House Hamburg ist nicht nur das erste Gebäude von Bauausstellung und Gartenschau, sondern es markiert auch Wilhelmsburgs neue Mitte. Das innovative Projekt, das von dem Berliner Architekturbüro Nägeliarchitekten entworfen wurde, verwirklicht auf rund 2.000 Quadratmetern ein nachhaltiges, ressourcenschonendes und flexibles Nutzungskonzept. Hier ist der Name Programm – der Begriff Hybrid bezeichnet etwas Gebündeltes, Gekreuztes oder Gemischtes. Und das Hybrid House ist gleich dreifach hybrid: durch die Mischbauweise aus Holz und Beton, den Rückgriff auf einen Energiemix aus Nah- und Erdwärme und die flexible Nutzung aus Wohnen und Arbeiten. Kurzum: Im Hybrid House lässt sich Zukunft dreifach erleben.


Moderne Architektur ermöglicht flexible Nutzung
Ob Arbeiten, Ausstellen oder Wohnen – mit seiner modularen und zentrierten Bauweise passt sich das Gebäude an die immer kürzeren Nutzungszyklen urbanen Lebens an. Alle Räumlichkeiten können wahlweise als Gewerbe- oder Wohnraum in Anspruch genommen werden. Da Sanitäranlagen, Küchen und Treppen mittig im Gebäude angeordnet sind, lassen sich die einzelnen wabenförmig konzipierten Elemente nach allen Seiten hin erweitern und verbinden. Große Glaselemente sorgen für Licht im Inneren. Auch von außen zeigt sich das vierstöckige Gebäude innovativ und wandel-bar: Das Erdgeschoss ist als landschaftliches Podium – ähnlich einer Warft – ausge-bildet. Die begrünte schräge Außenfassade bettet den Sockel des Gebäudes in die Landschaft ein. Verkleidet mit schillernden Aluminiumplatten im Mosaikmuster, erstrahlt der obere Gebäudeteil je nach Lichteinfall in einer anderen Farbe.


Green Building durch nachhaltiges Energiekonzept
Sein nachhaltiges Gesamtkonzept qualifiziert das Hybrid House Hamburg als Green Building. Es ist bereits mit dem Silber-Siegel der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) vorzertifiziert. Ressourcenschonende Materialien und ein geringer Primärenergieeinsatz sorgen für einen klimafreundlichen Gebäudebetrieb. Aktuelle Anforderungen der Energieeinsparverordnung unterschreitet das Hybrid House um rund 30 Prozent. Die Gebäudekonstruktion erfüllt dabei bereits einen hohen energetischen Standard. Neben Nahwärme aus dem Energieverbund Wilhelmsburg wird ein Teil des Energiebedarfs außerdem über Erdwärme aus 80 Meter Tiefe bezogen. Die hochwertige thermische Hülle garantiert eine optimale Isolierung.


Die Investoren zeigen sich optimistisch
„Wir freuen uns, dass wir mit dem Bau des Hybrid House die neue Mitte Wilhelmsburgs sowohl in ästhetischer als auch ökologischer Sicht richtungsweisend mitgestalten. Wir glauben an den Stadtteil und hoffen, nicht umsonst in seine Zukunft investiert zu haben“, so Bauunternehmer Stefan Wulff. Die Otto Wulff Bauunternehmung ist nicht nur Bauherr, sondern gemeinsam mit der wph Wohnbau und Projektentwicklung Hamburg auch Investor des 4,8 Millionen Euro Projekts. Die Investorengemeinschaft blickt auf eine über zwanzigjährige Partnerschaft bei der Entwicklung und Finanzierung von Bauprojekten zurück. Ausschlaggebend für die gemeinsame Investition war das ganzheitlich überzeugende Energie- und Nutzungskonzept des Hybrid House Hamburg und der Glaube an die Zukunft nachhaltiger Architektur. Aufgrund langjähriger Erfahrung und hervorragender Vernetzung in der Baubranche gelang es den Investoren dabei auch die Wirtschaftlichkeit sicherzustellen.


Zukunftsperspektiven
Bis 2014 wird das Hybrid House Hamburg Anlaufpunkt für die igs 2013 und IBA Hamburg sein. Das Erdgeschoss wird als Ausstellungs- und Veranstaltungsfläche dienen. Die Obergeschosse werden von der igs-Gesellschaft als Verwaltungszentrale genutzt. Zwei Einheiten davon werden zur Besichtigung für die Besucher als Muster-wohnungen eingerichtet. Das Hybrid House ist außerdem das erste Objekt der ‘Bauausstellung in der Bauausstellung‘, in der die IBA in ihrem Ausstellungsjahr 2013 Häuser der Zukunft vorstellen wird. Neben Hybrid-Häusern stehen hier Wasserhäuser, Niedrig-Preis-Häuser und Häuser aus innovativen Baustoffen im Mittelpunkt. Im Anschluss sind alle zwölf Einheiten von jeweils 120 Quadratmetern an neue Mieter zu vergeben.

Das Hybrid House Hamburg feiert Richtfest

Der Rohbau steht: Wilhelmsburgs neue Mitte nimmt Gestalt an

Hamburg, 13. April 2011. Das Hybrid House – erstes Gebäude der internationalen gartenschau (igs) und der Internationalen Bauausstellung (IBA) – feiert Richtfest. Pünktlich zur Fertigstellung des Rohbaus wird heute, knapp neun Monate nach Baubeginn, der traditionelle Richtkranz empor gezogen. Oberbaudirektor Prof. Jörn Walter, die Geschäftsführer der igs 2013 und der IBA Hamburg, Heiner Baumgarten und Uli Hellweg, sowie Investor Stefan Wulff zeigten sich erfreut, dass Wilhelmsburgs neue Mitte nun weiter Gestalt annimmt.

Wo erst im Juli letzten Jahres der erste Spatenstich gesetzt wurde, wird heute bereits der Richtspruch verkündet. Das Hybrid House an der Neuenfelder Straße im Eingangsbereich des neuen Parkgeländes ist nicht nur das erste Gebäude der igs 2013 und IBA Hamburg, sondern markiert auch Wilhelmsburgs neue Mitte. „Das Hybrid House setzt für den ‘Sprung über die Elbe‘ in der Wilhelmsburger Mitte ein erstes sichtbares Zeichen. Und zwar mit einem Gebäude, das zugleich den Sprung in die Zukunft wagt und gleichermaßen für Wohnen und Gewerbe geeignet ist. Die Gartenbaugesellschaft selbst wird das in den nächsten zwei Jahren bis zur Eröffnung der igs zeigen“, so Oberbaudirektor Prof. Jörn Walter.

Das innovative Bauprojekt, das von dem Berliner Architekturbüro Nägeliarchitekten entworfen wurde, verwirklicht auf rund 2.000 Quadratmetern ein nachhaltiges, ressourcenschonendes und flexibles Wohnkonzept. Durch seine modulare und zentrierte Bauweise passt es sich an die immer kürzeren Nutzungszyklen urbanen Lebens an. So können alle Räumlichkeiten wahlweise als Gewerbe- oder Wohnraum in Anspruch genommen werden. Da Sanitäranlagen, Küchen und Treppen mittig im Gebäude angeordnet sind, lassen sich die einzelnen wabenförmig konzipierten Elemente nach allen Seiten hin erweitern und verbinden. Von außen wird das vierstöckige Gebäude an eine Warft erinnern: die geneigten Fassaden, die bis zur Fertigstellung noch begrünt werden, lassen dies erahnen. Große Glaselemente sorgen außerdem für reichlich Licht im Inneren.

Durch sein nachhaltiges Gesamtkonzept qualifiziert sich das Hybrid House als Green Building. Ressourcenschonende Materialien und ein geringer Primärenergieeinsatz sorgen für einen klimafreundlichen Gebäudebetrieb. Ein Teil seines Energiebedarfs wird das Hybrid House außerdem über Erdwärme beziehen. „Wir freuen uns, dass wir mit dem Bau des Hybrid House die neue Mitte Wilhelmsburgs sowohl in ästhetischer als auch ökologischer Sicht richtungsweisend mitgestalten. Wir glauben an den Stadtteil und hoffen, nicht umsonst in seine Zukunft investiert zu haben“, so Bauunternehmer Stefan Wulff. Die Otto Wulff Bauunternehmung ist nicht nur Bauherr, sondern gemeinsam mit der wph Wohnbau und Projektentwicklung Hamburg auch Investor des 4,8 Millionen Euro Projekts.

Im August wird das Hybrid House bezugsfertig sein und zunächst der igs 2013 als Verwaltungszentrale und Ausstellungsfläche dienen. Im Anschluss daran ist sowohl die gewerbliche als auch die private Nutzung der insgesamt zehn Wohn- beziehungsweise Büroeinheiten möglich. „Mit dem Hybrid House nimmt die Wilhelmsburger Mitte, die aus innovativen Gebäuden, Sportangeboten und Parkanlagen bestehen wird, erste Formen an. Bis 2014 wird das Gebäude der igs 2013 als Verwaltungssitz dienen, danach als attraktiver Wohn- und Arbeitsort“, so igs-2013-Geschäftsführer Heiner Baumgarten.

Das Hybrid House ist neben der igs-Zentrale auch das erste Objekt der ‘Bauausstellung in der Bauausstellung‘, in der die IBA in ihrem Ausstellungsjahr 2013 Häuser der Zukunft vorstellen wird. Neben Hybrid-Häusern stehen hier Wasserhäuser, Niedrig-Preis-Häuser und Häuser aus innovativen Baustoffen im Mittelpunkt. Der IBA-Hamburg-Geschäftsführer Uli Hellweg ist sicher: „Das Hybrid House ist ein Leuchtturmprojekt. Mit seinen flexibel wählbaren Nutzungsmöglichkeiten, seiner architektonischen Ästhetik und dem umweltfreundlichen Energiekonzept setzt es Standards für die weitere Gestaltung der neuen Wilhelmsburger Mitte und nimmt nachhaltig Einfluss auf die IBA Hamburg.“

 

Hier gehts zum Richtfest-Videoclip

Die Zukunft der Architektur beginnt in Wilhelmsburg

Flexibilität, Modernität und Komplexität – wachsende Metropolregionen im 21. Jahrhundert stellen Stadtplaner und Architekten vor große Herausforderungen. Im Rahmen der IBA Hamburg werden auf der Elbinsel Wilhelmsburg neue  Gebäudemodelle vorgestellt, die die sich wandelnden Anforderungen an Wohn- und Bürogebäuden bündeln. Das Hybrid House Hamburg ist das erste Bauprojekt.


Nach dem Spatenstich für das Modellprojekt am 27. Juli 2010 stellten sich Hamburgs Oberbaudirektor Prof. Jörn Walter, igs-Geschäftsführer Heiner Baumgarten und IBA-Geschäftsführer Uli Hellweg unseren Fragen.

 

Sehr geehrte Herren, mit dem Spatenstich für das igs-Verwaltungsgebäude startet die Bauphase der IBA und igs2013 in Hamburg. Warum ein sogenanntes Hybrid House?


Hellweg: Das Hybrid House ist eines von vier Modellbaufeldern der ‚Bauausstellung in der Bauausstellung‘, auf denen die IBA mit zukunftsweisenden Pilotprojekten Lösungen für innovatives Wohnen und Arbeiten im 21. Jahrhundert zeigen will. Hier im Herzen Wilhelmsburgs soll ein plastisches Bild von möglichen Lebenswelten entstehen, die bisher nur als Ideen in den Köpfen existiert haben.


Baumgarten: Mit seiner besonderen Ästhetik, seinem niedrigen Energieverbrauch und den flexibel wählbaren Nutzungsmöglichkeiten wird das igs-Zentrum im Hybrid House ohne Zweifel Standards für die weitere Gestaltung von Wilhelmsburg Mitte setzen.


Prof. Walter: Das Hybrid House zeichnet sich durch seine besonders flexible Gebäudestruktur aus, aber auch durch eine mit dem Park in Verbindung stehender Gestalt.

Welche Gestaltungsideen für Wilhelmsburg Mitte gibt es noch?


Baumgarten: Das igs-Zentrum ist erst das erste Exponat der IBA 2013, die Häuser der Zukunft zeigen wird. Auf dem Areal Wilhelmsburg Mitte werden insgesamt vier in den Park hineinreichende Baufelder mit unterschiedlichen Architekturthemen entstehen.


Hellweg: Wir präsentieren zum Beispiel mit den Water Houses nachhaltiges Bauen auf und mit dem Wasser. Mit den Smart Price Houses zeigen wir Strategien zum schönen, ressourcenschonenden und dennoch preiswerten Bauen auf. Und die Smart Material Houses präsentieren intelligente Baustoffe, mit denen in Zukunft gebaut wird.

Was bleibt von den Architekturträumen, wenn Bau- und Gartenausstellung vorbei sind?


Prof. Walter: Das Hybrid House leistet einen nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung der Arbeits- und Wohnsituation in Wilhelmsburg. Darüber hinaus wird es an den geplanten Energieverbund Wilhelmsburg Mitte angeschlossen, der die entstehenden Neubauten miteinander vernetzen soll. Dieser Verbund gewährleistet Versorgungssicherheit bei günstigen Wärmepreisen und verbessert zugleich die CO2-Bilanz.

 

Baumgarten: „Das bisherige, fruchtbare Zusammenwirken der beiden Ausstellungen igs und IBA wird auch in den nächsten Jahren zu einer lebendigen Stadtentwicklung in Wilhelmsburg Mitte beitragen.“